Bewegung macht schlau! Tipps für Dein Baby Teil 1


Bewegung ist das Ziel -Warum Bewegung von Anfang an erfolgreicher macht!!

Junge Eltern wollen für ihr Kind das Beste. Dabei stehen sie vor vielen Fragen: Ist ein Kind, welches früh läuft, intelligenter? Was hat das Krabbeln im Säuglingsalter mit der Schule zu tun? Kann ich schon im Säuglingsalter Einfluss auf das Lernen meines Kindes nehmen? „Das verwächst sich!“ - stimmt das? Dieser Abschnitt zeigt, Bewegung ist Lernen! Dabei sind Drehen – Robben – Krabbeln wichtige Meilensteine in der Entwicklung eines Kindes. Diese Bewegungsabschnitte nehmen von Anfang an Einfluss auf das Kind, auf sein Lernen, auf seine Gesundheit und auf seine zukünftige Entwicklung. Glück und Erfolg wünschen wir unseren Kindern auf ihrem Weg, erfahre, wie Du Dein Kind dabei unterstützen kannst.

Hier erfährst Du mehr über die Meilensteine in der Entwicklung.

Die Drehung macht’s!

Die erste Drehung findet vom Rücken auf den Bauch statt. Dies ist erst möglich, wenn das Kind über
die Körpermitte greifen kann. Dieses Übergreifen ist abhängig von der Gehirnentwicklung, dem
Balken, der beide Gehirnhälften miteinander verbindet. Meist ist diese Entwicklung mit dem
sechsten Monat abgeschlossen und das Kind dreht sich vom Rücken auf den Bauch.
Rollt das Kind vom Bauch auf den Rücken, ohne davor gelernt zu haben sich auf den Bauch zu
drehen, so ist dies ein Umfallen und hat mit dem Drehen nichts zu tun.
Das Drehen vom Rücken auf den Bauch ist in der motorischen Entwicklung ein wichtiger Meilenstein. Es ist die erste Fortbewegung.

Warum soll ich mit meinem Kind nicht das Sitzen üben?

Das Kind hat keinen Meilenstein erreicht, wenn es passiv hingesetzt wird. Beim passiven Hinsetzen
handelt es sich um den Langsitz. Beim Langsitz zeigen die Beine nach vorne. In der
Bewegungsentwicklung ist der Langsitz eine Sackgasse. Meist nehmen die Kinder erst nach dem
Laufen lernen mit ca. vierzehn Monaten von sich aus den Langsitz ein, um z.B. ein Bilderbuch
anzuschauen.

Zwischen dem achten und elften Monat nimmt das Kind von sich aus den schrägen Sitz ein. Aus ihm heraus sind alle weiteren Meilensteine möglich: das Kind kommt zum Krabbeln, kann sich hochziehen in den Stand, kommt wieder zurück auf den Boden. Der schräge Sitz ist ein Meilenstein und physiologisch.

Wird ein Kind passiv hingesetzt, frei auf einer festen Unterlage, ohne dass es alleine in diese Position hätte kommen können, so sackt das Kind mit seinem Oberkörper in sich zusammen. Die Atmung wird eingeschränkt, das Kind sackt einseitig auf eine Seite, es kann seine Mitte nicht selbst einnehmen. Es hat nicht gelernt, sich selbst in diese Aufrichtung zu bringen und weiß auch nicht wie es aus dieser Sackgasse wieder herauskommt. Meist folgt dem passiven Sitzen der Porutscher. Eine unnatürliche Fortbewegung im Sitzen. Ob später daraus eine Wirbelsäulenverkrümmung oder eine Tendenz zu einem Bandscheibenvorfall entsteht, ist noch nicht bewiesen. Durch das passive Hinsetzen wird massiv störend in die natürliche motorische Entwicklung eingegriffen und bringt kein Vorteil für das Kind. Das Kind hat noch keinen Meilenstein erreicht. Es hat nichts gelernt.

Dem Kind Zeit lassen, selbst seinen Weg in die Aufrichtung zu finden. Es entstehen wichtige
Verknüpfungen im Gehirn, die später für das Lernen in der Schule wichtig sind.
Wichtig: nicht in die motorische Entwicklung störend eingreifen.


Bewegung lernen durch Tragen

Tragen auf dem Arm, im Tragetuch, in der Tragehilfe ist kein Sitzen. Die Wirbelsäule ist aufgerichtet,
die Atembewegung ist frei. Tragen ist ein Halten und gibt dem Kind Halt und Sicherheit. Tragen
vermittelt Körperwahrnehmung, Gleichgewicht, Koordination, Kraft und Ausdauer. Tragen fördert die Bindung. Getragen werden gibt dem Kind eine andere Perspektive seine Welt zu erkennen und zu
erfahren.

Wie war das bei Dir? Wann konnte Dein Kind Krabbeln und Sitzen? Wie hast -Du dich gefühlt, wenn Dein Kind etwas "später dran" war?

LG

BIRGIT

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