Kleine Entdecker entdecken die Bauchlage




Die Bauchlage ist wichtig für die Entwicklung des Kindes im ersten Lebensjahr, denn aus der
Bauchlage heraus vollziehen sich alle weiteren Entwicklungsschritte wie Robben, Vierfüßlerstand,
Sitzen, Krabbeln und Hochziehen in den Stand. In diesem Beitrag findest du alle wichtige Informationen zu der Entwicklung aus der Bauchlage und meine Tipps dazu.

Der erste motorische Entwicklungsschritt ...

ist das Drehen vom Rücken auf den Bauch. In der Bauchlage
lernt dein Kind sich gegen die Schwerkraft hoch zu stützen und kräftigt dadurch
Schulterblattmuskulatur und Bauchmuskeln.
Ebenso lernt es aus der Bauchlage heraus mit etwa acht Wochen, seinen Kopf deutlich von der Unterlage hochzuheben. Seine Hände sind dabei zu Beginn noch zu Fäustchen geballt. Die freie Beweglichkeit der Halswirbelsäule ist die Voraussetzung für einen positiven weiteren Entwicklungsverlauf. Dadurch, dass es den Kopf drehen kann, sieht dein Kind mehr.
Die Neugierde wird dabei zum Motor für Fortbewegung und Aufrichtung.

Tipps:

• Bitte lege Dein Kind nur in den Wach- und Aktivphasen auf den Bauch und bleibe
aufmerksam in seiner Nähe.

• Beginne mit der Bauchlage von Anfang an. Dies bedeutet, lege dein Kind vom
ersten Tag an auf deinen Bauch.

• Bitte denke daran, dass auch in der motorischen Entwicklung jedes Kind sein eigenes Tempo
hat. Das ist genetisch festgelegt und kann nicht beschleunigt werden.

Folgende Angaben sind eine grobe Richtschnur

1. Mit etwa drei Monaten kann man an einem korrekt eingenommenen Unterarmstütz
mit geöffneten Händen eine ideal gestartete motorische Entwicklung erkennen.

2. Der Handstütz im sechsten Monat ist ein weiterer Schritt in Richtung aufrechter
Stand.

Werden diese Zeitangaben weit überschritten, spreche Deinen Kinderarzt darauf an, wenn
nötig auch mehrmals. Meistens ist noch sehr viel Zeit, um Maßnahmen in die Wege zu leiten.


Wie kann man die manchmal "ungeliebte" Bauchlage fördern

Spielzeug für Bauchlagen-Entdecker:Keilkissen, Kissen, gerolltes Handtuch, Spiegel, Wasserspielmatte, großer Gymnastikball,Erlebnisdecke, Wackelhahn, Krabbelrolle, Koffer, stehender Luftballon, Wasserball, Kugelbahn.

Ab der 8. Woche „beginnende Kopfkontrolle“:

• Keilkissen: Schon mit acht Wochen kannst Du Dein Kind auf ein Keilkissen legen. Halte Deine
Hand aufs Becken, so kann es sich vorne am Kopf besser aufrichten.

• Kissen: Ein Kissen unter dem Bauch, die Beine frei auf der Unterlage liegend, lassen die
Bauchdecke entspannen und die Bauchlage wird dadurch entspannend.

•Gerolltes Handtuch: rolle ein Handtuch und lege es unter die Schultern. So kann sich Dein
Kind mit wenig Kraftaufwand in der Bauchlage aufrichten.

Ab dem 3. Monat „Symmetrischer Unterarmstütz“:

• Spiegel: Stelle einen größeren Handspiegel ca. 40 cm vor Deinem Kind auf der Unterlage auf.
Interessiert wird es sich darin betrachten. Ab dem dritten Monat sind die Augen soweit
schon entwickelt, dass es das Kind im Spiegel wahrnehmen kann.

Wasserspielmatte z.B. von Jacko-O: Pitsch-Patsch schwimmen die Fischchen durch das
Wasser.

Großer Gymnastikball: Lege Dein Kind in der Bauchlage auf den großen Ball, halte es gut am
Becken fest und bringe den Ball langsam vor und zurück.

•Erlebnisdecke: Eine Erlebnisdecke lässt sich selbst gut zusammennähen. Nehme
verschiedene Stoffvierecke, mit unterschiedlicher Struktur. Nähe Säckchen und fülle diese
mit verschiedenen Materialien, wie z.B. Mais oder Knisterfolie. Nähe die Säckchen
zusammen, so dass es eine Decke von z.B. 1 m auf 1 m wird. Diese Decke wird für kleine
Entdecker und Fühler ein Abenteuer.

• Wackelhahn: Ein Wackelhahn oder auch eine Spieluhr wird vor das Kind gestellt. Die
Aufmerksamkeit ist ganz bei der Musik.

Ab dem 6. Monat „Handstütz“:

Krabbelrolle: vor und zurück geht es von den Knien nach vorne auf die Händchen. Dies eignet
sich gut ab dem sechsten Monat.

• Alter Koffer: mit Schnallen und einem großen Henkel laden zum Entdecken ein. Später dann
auch zum Hochstützen in den Kniestand.

• Stehender Luftballon: ein Luftballon wird aufgeblasen, in einen Karton wird ein Loch
hineingeschnitten, so dass der Knoten des Luftballons darin Halt findet. Der Luftballon wird
mit Abstand vor das Kind gestellt. Der kleinste Lufthauch bewegt den Ball.


Ab dem 8. Monat „Schräger Sitz“:

• Wasserball: Auf dem Wasserball ist die Übung gleich ein wenig schwerer für Dein Kind als mit
dem großen Gymnastikball. Auf dem kleineren Ball muss sich Dein Kind mehr halten, um sein
Gleichgewicht zu halten.

Ab dem 10. Monat „Halbkniestand“:

• Kugelbahn: Eine Kugelbahn auf eine kleine Erhöhung stellen. Gut geeignet ist dabei die
Gymnastikmatte von Ikea. Nun kann der kleine Entdecker die Kugel beobachten, wie sie
langsam ihre Bahn kullert, um dann sich an der Gymnastikmatte hoch zu stützen und selbst
versucht die Kugel zum Rollen zu bringen.

In diesem Beitrag findest du noch mehr Informationen zu dem Thema Bauchlage und richtige Lagerung.


LG

BIRGIT

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