Die richtige Lagerung in Rückenlage, Bauchlage und Seitenlage


Über den Tag verteilt ist es wichtig, dass der noch junge Säugling in vielen verschiedenen Positionen liegt und sich dabei frei bewegen kann. So wird das motorische Lernen von Anfang an gefördert. Gleichgewicht, Koordination, Kraft, Ausdauer, beginnende Aufrichtung und die motorische Entwicklung werden aktiviert. 

Wie du einen platten Hinterkopf verhindern und dein Baby richtig lagerst zeigen wir dir.
Los gehts.


Auf dem Rücken Ruhe finden

Wenn das Baby schläft, ist die Rückenlage am sichersten. Weil die ganz Kleinen aber noch nicht die Beine ablegen können, wie wir Erwachsenen, müssen sie sich in dieser Lage ständig ausbalancieren. Die Bauchdecke kommt unter Zug durch die herabhängenden Beinchen und dies kann unter Umständen Bauchschmerzen auslösen. Tagsüber bei einem kurzen Schläfchen hat es sich bewährt, ein größeres Handtuch lose zusammengeknüllt unter die Beine des Babys  zu legen. Die beiden Enden des Handtuchs ziehst du seitlich am Körper etwas hoch. 

TIPP: Die Beine schweben dann nicht mehr in der Luft und auch seitlich ist Dein Baby gestützt. Diese Lagerung eignet sich bis zu dem Zeitpunkt, indem sich das Kleine selbst aus der Rückenlage in die Seitenlage drehen kann. Dies geschieht meist ab dem dritten Monat.


Auf der Seite Chillen

Für die seitliche Lagerung gibt es gute Gründe: Die ruckartigen Reflexbewegungen (Massenbewegungen: Moro-Reflex, dystonische Beweglichkeit in der 8. Lebenswoche) werden unterdrückt und das Kind kommt dadurch eher zur Ruhe und auch zum Einschlafen.  Gleichzeigt hilft die Seitenlage gegen einen platten Hinterkopf, der durch die eintönige Rückenlage entstehen kann und Bauchschmerzen werden gelindert.

TIPP: Knülle ein Handtuch längs zusammen und modelliere es am Rücken deines Kindes. Das Kind liegt nicht vollständig auf der Seite. Der untere Arm liegt nach vorne frei, das Ende des Tuchs kommt zwischen die Beine und unterstütz das obere Bein. Das ist wichtig, sonst wird die obere Hüfte durch das Herabhängen gereizt und in ihrer Ausreifung gestört. Durch die nicht vollständige Seitenlage rollt das Kind nicht unkontrolliert auf den Bauch und kann optimal "chillen".

Die Welt Entdecken in Bauchlage

Ist dein Kind wach, lege es auf den Bauch. Die Neugierde und der Motor der Entwicklung, wird gerade durch die Bauchlage geweckt. In der Bauchlage werden die Rumpfmuskeln, wie Schulterblattmuskulatur zum Aufstützen, sowie die Bauchmuskeln zur Aufrichtung gestärkt. Die Bauchlage ist zu Beginn nicht einfach für dein Kind. Es gehört schon eine gehörige Portion Anstrengung für dein Kleines dazu, sich in der Bauchlage auszubalancieren. 

TIPP: Ein zusammengeknülltes Handtuch unter den Schultern kann ihm hier ein große Hilfe sein.




Video: spielerisch die Bauchlage fördern

Hier findest du unser Video mit vielen Anreizen um die Bauchlage der Kleinen spielerisch zu fördern. 




Grundsätzlich gilt: Die Lagerung mit einem Hilfsmittel, wie einem Handtuch oder einem Kissen sollten Eltern nie in der Nacht anwenden, sondern immer nur am Tag, wenn sie bei ihrem Kind sind. Und: Wird das Kind mobil, stört die Hilfestellung nur den Bewegungsdrang, also dann besser darauf verzichten. Meist lagert man das Kind bis zum 3. Monat, dem Meilenstein „Symmetrischer Unterarmstütz“.

Wie lagerst du momentan dein Kind und welche Fragen bewegen dich zu dem Thema? Stell uns gerne deine Fragen und lass uns durch die Kommentare wissen, wie unsere Tipps dir Helfen.

LG

BIRGIT

1 Kommentar

  1. Toller Beitrag!
    Vielen Dank...ich habe das direkt umgesetzt und meine Tochter liebt es.

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