10 starke Sätze, für starke Kinder



Ich bin für Dich da, ich glaube an dich!  Diese kleinen Sätze lösen in mir sofort ein warmes starkes Gefühl aus, ähnlich einer Umarmung eines geliebten Menschen. Wenn bereits ein Satz solche Gefühle auslösen kann, wie steht es dann um Sätze die oft beiläufig zu Kindern gesagt werden. "Du kannst das nicht" "Du hast eh keine Geduld" 

In diesem Beitrag möchte ich mit dir über starke Sätze für starke Kinder sprechen und wie wir unseren kleinen Helfen können, Ihr inneres Licht zu entdecken und zu bewahren.


Ich will eine selbstbewusste, starke Tochter erziehen

Wenn ich an meine Kindheit denke fallen mir so einige Sätze ein, die ich immer wieder gehört habe:

"Vorsicht du verschüttest gleich wieder was"
"Du kannst das nicht"
"Gib dir doch mal ein bisschen mehr Mühe"

Meine Kindheit war wunderschön, doch konnte ich bis heute beobachten wie diese Sätze mich bis in mein Erwachsenenalter begleitet haben. Noch jetzt bin ich ab und zu leicht angespannt wenn ich mir etwas zu trinken einschütte. In meinen jungen Jahren habe ich mir über diese Sätze nicht viel Gedanken gemacht. Jetzt als Mutter sieht das ganz anders aus. Ich frage mich:

Wie kann ich meine Tochter selbstbewusst und stark erziehen. Ihr von Anfang an vermitteln, dass sie geliebt wird und diese Liebe nicht Leistungsabhängig ist. Versteht mich nicht falsch, ich bin mir sicher, dass auch meine Tochter am Ende einiges zu hören bekommen wird und ebenfalls so einen Blogeintrag schreiben könnte gefüllt mit Floskeln. Dennoch möchte ich ganz bewusst darauf achten und mein bestes geben. Damit Sie eine starke selbstbewusste Frau wird.


10 starke Sätze, für starke Kinder

  1. Ich habe Dich ganz arg lieb. Ich nehme Dich an so wie Du bist.
  2.  Immer bin ich für Dich da, wenn Du mich brauchst, kannst Du Dich auf mich verlassen
  3. So wie Du bist mag ich Dich. Deinen Charakter, Deine Persönlichkeit, Du darfst so sein, wie Du bist.
  4. Ich nehme Dich ernst. Das was Du tust, was Du sagst, Deine Gefühle.
  5. Ich weiß, Du schaffst Das, Das was Du Dir zutraust, kannst Du schaffen.
  6. Du kannst gut … (singen, tanzen, Rad fahren, sprechen, malen, spielen ….)
  7. Deine Fähigkeiten sind wunderbar.
  8. Fehler machen gehört dazu. Manchmal muss man ausprobieren, um herauszufinden, welches der richtige Weg ist. Auch ich mache Fehler. Durch Fehler lernen wir.
  9. Ich bin stolz auf Dich.
  10. Du bist jeden Tag ein Wunder für mich. Du bist etwas ganz Besonderes.

Lasst uns gemeinsam eine neue starke Genration an kleinen Helden und Heldinnen auf ihrem wunderbaren Weg begleiten. Lasst und ihnen starke Wurzeln geben und sobald sie es benötigen starke Flügel.

Wie war das in deiner Kindheit? Hast du auch den ein oder anderen Satz zu hören bekommen, der dich heute noch beeinflusst? Wie handhabst du das mit deinen Kindern?

LG

HANNA & BIRGIT




Zeigt her eure Füße – zeigt her eure Schuh


Täglich bin ich in meinem Praxisalltag mit einer diagnostizierten Fußfehlstellung konfrontiert. Deshalb liegt mir dieser Artikel sehr am Herzen und ich möchte dir dazu mein Wissen an die Hand geben. Wie du eine Fußfehlstellung bei deinem Kind verhindern kannst, was beim Schuhkauf deine besondere Beachtung verdient und was man für gesunde süße Babyfüße alles wissen muss erfährst du hier.

Jeder Schritt beginnt ganz klein

Kinderfüße brauchen 7 Jahre, bis sie sich vollständig entwickelt haben. Bis dahin müssen die kleinen Füße einige Entwicklungsschritte durchlaufen:

Schon im Bauch drücken sich die kleinen Füße gegen die Wand der Gebärmutter. Der Schreitreflex, kurz nach der Geburt, zeigt gleich zu Beginn der Entwicklung die spätere Aufgabe der kleinen Füße. Hält man das Neugeborene in aufrechter Körperhaltung, so machen die Beine bereits jetzt erste Schreitbewegungen.

In der Bauchlage im Meilenstein symmetrischen Ellenbogenstütz (ca. dritter Monat) drücken sich die kleinen Zehen in die Unterlage und helfen so mit den Oberkörper gegen die Unterlage aufzurichten. Mit dem Meilenstein "Robben" (ca. mit sieben Monaten) beginnt die Stehbereitschaft: Versucht man das Kind auf die Füße zu stellen, dann strecken sich die Beine. Die Füße übernehmen zu diesem Zeitpunkt zum ersten Mal das Körpergewicht.

Bestimmt konntest du den Test schon beim Kinderarzt beobachtet. Diesen Test solltest du auf keinen Fall als eine Übung für dein Kind übernehmen. Ein Üben schädigt das sich noch aufbauende Fußgewölbe. Anhand dieser Übung kann der Kinderarzt beurteilen wo das Kind in seiner Entwicklung steht. Zuerst beginnt das Baby zu Robben, dies ist die erste Vorwärtsbewegung. Das Krabbeln ist die zweite Vorwärtsbewegung mit der ersten Schrittbewegung der Beine.
Der Halbkniestand bringt das Kind dann in die Aufrichtung.

Ein weiterer wichtiger Meilenstein für die Fußentwicklung

...ist die Küstenschifffahrt mit ca. elf Monaten. Das seitliche Laufen an der Wand entlang formen die Quer- und Längsgewölbe der Füße. Erst mit fast vierzehn Monaten, genau genommen mit 13 ½ Monaten,  gehen die Kinder frei. Das erste Gehen wirkt noch tapsig. Die Hüftgelenke stehen bei den Kleinen noch weit vorne, dadurch wird der kleine Po wie bei einer Ente nach hinten weg gestreckt und das kleine Bäuchlein wölbt sich nach vorne. Meist sind die Beinchen noch O-förmig geformt. Bis zum dritten Lebensjahr brauchen die Füße, um den Watschelgang zu verlieren. Zu diesem Zeitpunkt kann das Kind dann über die Fußsohlen abrollen. Diese Veränderung des Gangbildes hängt mit der Aufrichtung des Rumpfes und der Geradestellung des Beckens zusammen. Die Hüftgelenke stehen jetzt an der richtigen Stelle, in der Verlängerung der Schultergelenke.

Es gilt: Die Füße sind der Zeiger des Rumpfes. Ist der Körper aufgerichtet und hat die Muskulatur die notwendige Körperspannung, so stehen die Füße korrekt und das Gangbild ist physiologisch. An der Stellung der Füße erkennt man Fehlstellungen im Rumpf.

Gesunde Füße – gute Schuhe – gute Haltung

Ein Säugling braucht noch keine Schuhe, auch keine Sportschuhattrappen. Diese sind zu fest und lassen die ungezwungene Entwicklung des Fußes nicht zu. Mit dem freien Laufen braucht das Kind Schuhe. Freies Laufen heißt, das Kind läuft ohne Hilfe, kann alleine aufstehen und loslaufen, stoppen und die Richtung selbständig ändern.

Schuhe braucht das Kind für den Außenbereich. Im Haus reichen Rutschsocken oder Puschen. Barfuß laufen fördert die Ausbildung der Fußmuskulatur und die Aufrichtung, sowie die Ausformung der Füße. Kräftigend für die Fußmuskulatur ist das Laufen im Sand.

Schuhe, aber richtig: Was beim Schuhkauf zu beachten ist

  • Säuglinge brauchen keine Schuhe. Socken halten die Füße warm.
  • Erst nach dem freien Laufen werden Schuhe gekauft.
  • Gebrauchte Schuhe, auch nur kurz getragen, verändern die Fußstellung
  • Schuhe müssen passen in der Länge, in der Breite und im Schaft. Herausnehmbare Innensohle erleichtert die Überprüfung. Der Schuh darf ca. 1 cm größer sein als der Fuß.
  • In den ersten zwei Jahren wird die Ferse vom Schuh umschlossen.
  • Die Schuhsohle ist weich und in alle Richtungen biegbar.
  • Das Obermaterial ist weich und gibt dem Fuß Halt.
  • Mehr Halt durch Schnüren.

Schuhe kaufen gehört in Fachhände. Eine gute Beratung zahlt sich aus.


Tipp: Laufen formt Füße: Gemeinsam zum Kindergarten gehen, ein Spaziergang über eine feuchte Wiese, spielen am Strand am Meer, mit den nackten Füßen durch das Watt, wandern in den Bergen.

Frei nach dem Motto: "Füße sind zum Laufen da."

Häufige Fehler

  • Wenn gute Schuhe gekauft wurden und billige Schuhe angezogen werden, damit man die „Guten“ schont.
  • Anstatt zu laufen, wird selbst für kurze Strecken das Auto benützt. Die Füße verlieren ihre Bestimmung.
  • Gummistiefel, Badeschuhe und Kunststoffschuhe sind nicht geeignet zum Laufen. Sie lösen den Fußgreifreflex aus, die Zehen krallen. 
  • Leder-Krabbelschuhe dürfen ab dem Krabbelalter immer angezogen werden. Hier muss man darauf achten, dass die Naht zwischen Sohle und Obermaterial nicht wulstig nach innen zum Fuß hineindrückt. 

...denn Schuhe verändern das Gangbild und die Form der Füße. Ich wünsche euch und euren Kindern wunderschöne erste und sichere Schritte. Wünscht du dir noch mehr zu dem Thema? Wie sind deine Erfahrungen dazu? Ist für dich der Schuhkauf auch eine Herausforderung?

LG

BIRGIT


Die kindliche Entwicklung im ersten Lebensjahr Quartal 3+4

3. Abschnitt: siebter Monat bis neunter Monat


Fortbewegung - kleine Entdecker auf Tour
Drehen, Robben, Krabbeln, Sitzen jetzt gilt es die Welt zu erkunden. Von Tag zu Tag wird das
Kind immer mobiler und sein Bewegungsdrang zieht immer größere Kreise. Vom Kreiseln um
die eigene Achse, über das Rückwärtsschieben zum Robben und Krabbeln zum freien Sitzen,
alles ist möglich. Das Greifen wird immer feiner und kleinste Krümel können vom Boden
aufgenommen werden. Es fremdelt und weint beim Anblick von Fremden.

„Schau, was ich schon kann!“

Grobmotorik:
Das Kind wird mobil. Es beginnt die spannende Zeit der Aufrichtung und der Fortbewegung. Alle
frühkindlichen Reflexe sind nun erloschen und machen es möglich, dass das Kind sich in seiner
Willkürmotorik entwickeln kann. Fällt dem Kind das Spielzeug aus der Hand, wird es nun
versuchen dieses wieder zu erlangen und sich in diese Richtung zu strecken und zu wenden.
Das erste Drehen findet vom Rücken auf den Bauch statt und wird als Fortbewegung entdeckt.
Schon bald rollt es sich durch das ganze Zimmer. Auch das Kreiseln um die eigene Achse, das
Robben und die Aufrichten in den Vierfüßlerstand kommen nach und nach. Das Krabbeln ist
dann ein weiterer Schritt. Gleichgewicht, Koordination, Kraft und Ausdauer werden durch das
Krabbeln trainiert und der Hand-Augen-Abstand ist dann der gleiche, wie später in der Schule
beim Schreiben.

Feinmotorik:
Das Greifen wird immer feiner. Zuerst greift das Kind mit der ganzen Hand. Als nächstes lernt
es den Scherengriff: Daumen und Zeigefinger überkreuzen sich. Jetzt können schon klein Dinge
ergriffen werden. Es folgt der Pinzettengriff und noch kleinere Krümel können vom Boden
aufgelesen werden. In Rückenlage kommt das Kind nun mit seinen Händen an seine Füße und
steckt diese in den Mund: Hand-Fuß-Mund-Koordination.

Gehirnentwicklung:
Der Endeckerdrang ist geweckt. Es fixiert und verfolgt mit seinen Augen Dinge und Personen.
Um zu be-greifen werden die Hände gezielt eingesetzt. So gelangt das Kind an ein Spielzeug
und macht damit seine Erfahrungen. Fällt ein Spielzeug nach unten, so schaut das Kind ihm
nach. Blinzeln und das Abstützen mit den Händen haben sich jetzt als Schutzreflexe entwickelt.

Sprache:
Das Kind plaudert in unterschiedlichen Tonarten und Lautstärken. Die Sprachentwicklung und
die Feinmotorik sind eng miteinander verbunden. Das Kind probiert Doppellaute wie „au“, „ei“,
„hu“ aus.

Sozialverhalten:
Das Sehen verfeinert sich. Es sieht gut in die Ferne und in die Nähe. Das Kind hält inne bei
bekannten Geräuschen und macht darauf aufmerksam. Nun beginnt das Fremdeln. Diese
Phase ist bei jedem Kind unterschiedlich ausgeprägt.

Tipp:
Gemeinsames Toben, Spielen auf dem Boden macht Spaß und gibt Freude. Fingerspiele,
Reime und Kinderlieder erfreuen das Kind.


4. Abschnitt: zehnter Monat bis 13 1/2 Monate


Hoch hinaus will jedes Kind
Der erste Schritt ist ein ganz besonderes Ereignis. Laufen können wie Mama und Papa, das ist das Größte.

Nun ist der Endeckerdrang des Kindes nicht mehr zu bremsen. Überall versucht
sich das Kind hoch zu ziehen. Entlang der Wand in „Küstenschifffahrts-Manier“ kommen die
ersten seitlichen Schritte. Die ersten Versuche alleine zu stehen, enden oft auf dem Po. Ganz
alleine und in einem unbeobachteten Augenblick schafft das Kind seine ersten Schritte ins
Leben hinein. Kann es erst einmal laufen, so ist es nicht mehr zu stoppen. Dem Glück steht
nichts mehr im Weg. Die ersten Worte kommen, meist ist es „Papa“ und „Mama“. Aus dem
Baby wurde ein Kleinkind. Eine ganz besondere Persönlichkeit entwickelt sich.

„Schau, was ich schon kann!“

Grobmotorik:
Vom Krabbeln kommt das Kind in den Sitz. Im Langsitz sind beide Hände frei. Ein
Spielzeug kann somit noch besser untersucht werden. Hoch hinaus geht es nun. Das Kind zieht
sich hoch an Möbeln in den Stand. Die ersten noch gehaltenen Schritte sind zur Seite, genannt
„Küstenschifffahrt“. Es kommt mit den Füßen voran vom Sofa. Vom Boden drückt sich das Kind
über den Bärenstand hoch in den Stand. Jetzt braucht es Zeit bis das Kind alleine frei im Raum
stehen kann und plötzlich ist es dann soweit. Das Kind macht seine ersten Schritte seinen
Eltern entgegen. Die Schritte sind noch unsicher und gewagt. Hat es das Laufen entdeckt, wird
es sich nicht mehr krabbelnd auf dem Boden fortbewegen. Aus der Hocke kommt das Kind in
den Stand. Es kann im Laufen, stoppen und die Richtung wechseln. Das Laufen sieht noch
tollpatschig aus.

Feinmotorik:
Mit dem Zangengriff werden die kleinsten Krümel aufgenommen. Von der geschlossen Hand bis
zur feinsten Fingerfertigkeit hat sich das Greifen entwickelt. Die Feinmotorik wird immer graziler
und feiner. Das Kind blättert in Bilderbüchern, kann einen Stift ergreifen und schiebt ein
Spielzeugauto auf dem Boden und wirft einen Ball. Vor Begeisterung klatscht das Kind in die
Hände.

Gehirnentwicklung:
Das Kind kennt seinen Namen. Auf die Aufforderung „Wo ist die Mama?“, „Wo ist der Papa?“
schaut das Kind zu der jeweiligen Person. Körperteile am eigenen Körper können richtig gezeigt
werden. Es schmeißt mit Vorliebe Spielzeug auf den Boden und freut sich über das Geräusch.

Es steckt nur noch Spielzeug in den Mund, welches es nicht kennt. Am liebsten spielt es „Bitte-
Danke Spiele“ Geben und Nehmen von Gegenständen.

Sprache:
Das passive Sprachverständnis wächst, d. h. das Kind versteht schon viel. Wünsche werden mit
bestimmten Lauten, wie z.B. „äh“ geäußert. Flüsternd und ganz laut sein, so wird die Sprache
ausprobiert. Die ersten Worte sind häufig „Papa“ und „Mama“.
Sozialverhalten:
Die Trotzphase kann beginnen. Hier zeigt sich das starke Streben des Kindes nach
Selbständigkeit. Mit jedem Schritt, den das Kind freihändig macht, wachsen sein
Selbstbewusstsein und sein Entfaltungsspielraum. Das Interesse an anderen Kindern ist groß,
zu fremden Personen ist das Kind eher zurückhaltend. Es ahmt häusliche Tätigkeiten wie
wischen und kehren nach und kann auch einen gefüllten Löffel zum Mund führen.

Tipp:
Lassen Sie Ihrem Kind Zeit für seine Entwicklung. Greifen Sie nicht ein, in dem Sie Ihr Kind
einfach hinsetzen oder mit ihm das Laufen üben. Dieses negative Eingreifen verzögert nur die
Entwicklung und bringt für die Zukunft Fehlhaltungen in der Körperaufrichtung und wichtige
Erfahrungen in der Entwicklung, wie das Hochstützen oder das Krabbeln hat es nicht gemacht.
Entwicklung fördern

10 wichtige Tipps:

Greifen Sie der Entwicklung nicht voraus. Entwicklung braucht Zeit.
• Eine „Spielwiese“ im Wohnbereich auf dem Boden, fördert den Bewegungsdrang.
• Mehr Zeit füreinander: Gemeinsames spielen, bewegen, lachen und singen gibt
gemeinsame Freude.
• Weniger Spielzeug ist mehr.
• Neugierde wecken, Selbstbewusstsein stärken.
• Zuwendung fördert die Sprachentwicklung.
• Sprechen Sie von Anfang an mit Ihrem Kind und lassen Sie ihm Zeit zu antworten.
• Sehen, hören und fühlen - zeigen Sie Ihrem Kind sein zu Hause.
• Rituale erleichtern den Alltag.
• Vermeiden Sie Überforderung und Übermüdung.

Wie erging es dir während diesen Entwicklungsschritten? Wie hast du diese Zeit empfunden?
Stell mir gerne deine Fragen.

Hier findest du den ersten Teil zu diesem Beitrag:
Die kindliche Entwicklung im ersten Lebensjahr Quartal 1+2


LG

BIRGIT

Die kindliche Entwicklung im ersten Lebensjahr Quartal 1+2



1. Abschnitt Neugeboren bis dritter Monat

Ankommen in der Familie.
Willkommen in dieser Welt du kleines bezauberndes Menschenkind.
Mit der Geburt eines Kindes verändert sich so einiges: aus einem Paar wird eine junge Familie
und der zuvor geregelte Alltag wird völlig auf den Kopf gestellt. Nichts ist mehr, wie es vorher
war. Die Bedürfnisse des Kindes stehen nun im Vordergrund. Der Hunger muss gestillt werden,
das Kind will gewickelt sein, es möchte schlafen und möchte in die Augen seiner Eltern sehen.
Sein Bedürfnis nach Nähe und Geborgenheit ist groß und unersättlich. Genießen Sie die Zeit
der Überraschungen. Jetzt beginnt die spannende Zeit des Kennenlernens und des
gegenseitigen Verstehens.


„Schau, was ich schon kann!“

Grobmotorik:
Blickkontakt und Neugierde sind der Start in die Bewegungsentwicklung.
Die Bewegungen des Säuglings sind am Anfang noch Massenbewegungen und reflexgesteuert.
Es liegt noch asymmetrisch auf der Unterlage. Aus der Bauch- und Rückenlage, kann es seinen
Kopf schon bewusst wenden. Je älter das Kind wird, umso mehr können die Beine in
Rückenlage von der Unterlage abgehoben werden und in Bauchlage kann es seinen Kopf
immer mehr kontrollieren. Zaghaft fängt es mit dem Strampeln an.
Ohne Neugierde keine Aufrichtung. Ein interessanter Gegenstand wird mit den Augen fixiert
und das Kind kann sich in der Bauchlage gegen die Schwerkraft immer mehr behaupten.

Tipp:
Ein plötzlicher Bewegungssturm kann zu schweren Stürzen vom Sofa oder vom Wickeltisch
führen. Aus diesem Grund lassen Sie ihr Kind nie alleine liegen. Eine Hand bleibt immer auf
dem Kind.

Feinmotorik:
Die Hände sind noch fest geschlossen. Zu Beginn ist der Daumen eingeschlagen. Recht bald ist
die Hand halb geöffnet und er Daumen ist außerhalb der Hand. Die Hände, die Finger berühren
sich vorsichtig vor dem Körper und schon bald finden die Finger in den Mund. Die Finger
ertasten den Mund, die Zunge ertastet die Finger. Der noch vorherrschende Greifreflex lässt deutlich nach.



Gehirnentwicklung:
Der Säugling hält für kürzere Zeit Blickkontakt. Nach einigen Wochen schenkt es Ihnen sein
erstes bewusstes Lächeln. Spielzeug, meist gelb mit schwarzen Streifen oder auch mal ganz in
Rot, wird mit den Augen verfolgt.

Sprache:
Alle Kinder auf der Welt haben zu Beginn ihrer Lautenwicklung, die gleiche Silbenbildung. Es
lautiert mit Kehllauten „ach“ und „ech“. Es variiert sein Weinen in Ton- und Lautstärke.

Sozialverhalten:
Der Säugling nimmt deutlich Kontakt zu seiner Umwelt auf. Es reagiert auf die Berührung seiner
Haut, auf Veränderung des Gleichgewichts und auf Licht- und Geräusche mit Bewegung.

Tipp:
Tragen, wiegen, schaukeln, streicheln, kuscheln, massieren und liebkosen Sie Ihr Kind. So
lernt es sich selbst und Sie bewusst kennen.


2. Abschnitt: vierter Monat – sechster Monat


Die Welt Be-greifen

Das Kind entdeckt seine Hände. Vom „Seeigel zum Seestern: die anfänglich geschlossene
Hand öffnet sich immer mehr bis sie ganz geöffnet ist. Nun betrachtet das Kind seine Hände,
seine Finger, dreht und wendet diese und lauscht dabei hingebungsvoll seiner eigenen Stimme.
Nun kann auch Spielzeug, welches gereicht wird, ergriffen und mit dem Mund erkundet werden.
Das Kind entdeckt seinen Körper, greift zum Bauch, ergreift seine Hände und steckt diese in
den Mund. In der Bauchlage stützt sich das Kind mit seinen Unterarmen ab und entdeckt seine
Welt.

„Schau, was ich schon kann!“

Grobmotorik:
Greifen, Fühlen und Erkunden spielen in dieser Zeit eine große Rolle. Neue Erfahrungen macht
das Kind. Das Kind kann sich in Bauchlage gut auf seinen Unterarmen abstützen und kann
dabei mit einer Hand nach vorne zu einem Spielzeug greifen. Durch das Drehen vom Rücken
auf die Seite bahnt sich die Drehbewegung auf den Bauch an.

Feinmotorik:
Der Greifreflex ist erloschen, dies ist die Voraussetzung für das Be-greifen. Die Hände sind
vollständig geöffnet. Mit den Händen begreift das Kind seine Umwelt. Alles was in seiner Nähe
liegt wird mit den Händen und dem Mund erkundet. Das Kind greift in Rückenlage nach einem
Spielzeug, welches ihm von der Seite und später aus der Körpermitte gereicht wird. Das
Spielzeug wird genau in der Hand betrachtet, in die andere Hand übergeben und in den Mund
gesteckt. Die Hände greifen zueinander. Die Hand-Hand- und die Hand-Mund-Koordination ist
ausgereift. Mit seinen Händen kommt es ebenso zum Bauch und zu den Oberschenkeln. Auch
aus der Bauchlage erreicht das Kind mit seinem ausgestreckten Arm nun das vor ihm liegende
Spielzeug.

Gehirnentwicklung:
Mit dem Mund wird das Spielzeug erkundet, welches in den Händen gehalten wird. So erhält
das Kind eine Vorstellung über deren Form, Beschaffenheit, Geruch und Geschmack. Auf diese
Erinnerungen greift das Kind ein Leben lang zurück.

Sprache:
Es formt Lippenverschlusslaute, wie „mm“ oder „bb“ und Blasenlaute „w“. Das Kind juchzt und
lacht stimmhaft.

Sozialverhalten:
An seiner Mimik kann man gut erkennen, wie es auf vertraute, sowie auf unbekannte Gesichter
reagiert. Mit den Augen sucht das Kind den Blickkontakt zu bekannten Personen und lacht sie
an. Auf unbekannte Personen verhält sich das Kind zurückhaltend. Am Ton kann das Kind die
Stimmungslage seiner Eltern erfassen und reagiert darauf. Das Kind belohnt jedes liebe Wort
und liebe Geste mit einem Lächeln.

Tipp: Ist das Kind wach, dann legen Sie Ihr Kind häufig auf den Bauch. So kräftigt es seine Bauch-
und Rückenmuskeln. Es bekommt Kraft, um sich hoch zu drücken und später sich nach vorne
zu schieben.

Wie war für dich die erste Zeit mit dem Baby? Hast du einen meiner Tipps ausprobiert? Lass es mich gerne Wissen und stell mir deine Fragen über die Kommentarfunktion.


Hier findest du den weiterführenden Artikel:
Die kindliche Entwicklung im ersten Lebensjahr Quartal 3+4


LG

BIRGIT

Kleine Entdecker entdecken die Bauchlage




Die Bauchlage ist wichtig für die Entwicklung des Kindes im ersten Lebensjahr, denn aus der
Bauchlage heraus vollziehen sich alle weiteren Entwicklungsschritte wie Robben, Vierfüßlerstand,
Sitzen, Krabbeln und Hochziehen in den Stand. In diesem Beitrag findest du alle wichtige Informationen zu der Entwicklung aus der Bauchlage und meine Tipps dazu.

Der erste motorische Entwicklungsschritt ...

ist das Drehen vom Rücken auf den Bauch. In der Bauchlage
lernt dein Kind sich gegen die Schwerkraft hoch zu stützen und kräftigt dadurch
Schulterblattmuskulatur und Bauchmuskeln.
Ebenso lernt es aus der Bauchlage heraus mit etwa acht Wochen, seinen Kopf deutlich von der Unterlage hochzuheben. Seine Hände sind dabei zu Beginn noch zu Fäustchen geballt. Die freie Beweglichkeit der Halswirbelsäule ist die Voraussetzung für einen positiven weiteren Entwicklungsverlauf. Dadurch, dass es den Kopf drehen kann, sieht dein Kind mehr.
Die Neugierde wird dabei zum Motor für Fortbewegung und Aufrichtung.

Tipps:

• Bitte lege Dein Kind nur in den Wach- und Aktivphasen auf den Bauch und bleibe
aufmerksam in seiner Nähe.

• Beginne mit der Bauchlage von Anfang an. Dies bedeutet, lege dein Kind vom
ersten Tag an auf deinen Bauch.

• Bitte denke daran, dass auch in der motorischen Entwicklung jedes Kind sein eigenes Tempo
hat. Das ist genetisch festgelegt und kann nicht beschleunigt werden.

Folgende Angaben sind eine grobe Richtschnur

1. Mit etwa drei Monaten kann man an einem korrekt eingenommenen Unterarmstütz
mit geöffneten Händen eine ideal gestartete motorische Entwicklung erkennen.

2. Der Handstütz im sechsten Monat ist ein weiterer Schritt in Richtung aufrechter
Stand.

Werden diese Zeitangaben weit überschritten, spreche Deinen Kinderarzt darauf an, wenn
nötig auch mehrmals. Meistens ist noch sehr viel Zeit, um Maßnahmen in die Wege zu leiten.


Wie kann man die manchmal "ungeliebte" Bauchlage fördern

Spielzeug für Bauchlagen-Entdecker:Keilkissen, Kissen, gerolltes Handtuch, Spiegel, Wasserspielmatte, großer Gymnastikball,Erlebnisdecke, Wackelhahn, Krabbelrolle, Koffer, stehender Luftballon, Wasserball, Kugelbahn.

Ab der 8. Woche „beginnende Kopfkontrolle“:

• Keilkissen: Schon mit acht Wochen kannst Du Dein Kind auf ein Keilkissen legen. Halte Deine
Hand aufs Becken, so kann es sich vorne am Kopf besser aufrichten.

• Kissen: Ein Kissen unter dem Bauch, die Beine frei auf der Unterlage liegend, lassen die
Bauchdecke entspannen und die Bauchlage wird dadurch entspannend.

•Gerolltes Handtuch: rolle ein Handtuch und lege es unter die Schultern. So kann sich Dein
Kind mit wenig Kraftaufwand in der Bauchlage aufrichten.

Ab dem 3. Monat „Symmetrischer Unterarmstütz“:

• Spiegel: Stelle einen größeren Handspiegel ca. 40 cm vor Deinem Kind auf der Unterlage auf.
Interessiert wird es sich darin betrachten. Ab dem dritten Monat sind die Augen soweit
schon entwickelt, dass es das Kind im Spiegel wahrnehmen kann.

Wasserspielmatte z.B. von Jacko-O: Pitsch-Patsch schwimmen die Fischchen durch das
Wasser.

Großer Gymnastikball: Lege Dein Kind in der Bauchlage auf den großen Ball, halte es gut am
Becken fest und bringe den Ball langsam vor und zurück.

•Erlebnisdecke: Eine Erlebnisdecke lässt sich selbst gut zusammennähen. Nehme
verschiedene Stoffvierecke, mit unterschiedlicher Struktur. Nähe Säckchen und fülle diese
mit verschiedenen Materialien, wie z.B. Mais oder Knisterfolie. Nähe die Säckchen
zusammen, so dass es eine Decke von z.B. 1 m auf 1 m wird. Diese Decke wird für kleine
Entdecker und Fühler ein Abenteuer.

• Wackelhahn: Ein Wackelhahn oder auch eine Spieluhr wird vor das Kind gestellt. Die
Aufmerksamkeit ist ganz bei der Musik.

Ab dem 6. Monat „Handstütz“:

Krabbelrolle: vor und zurück geht es von den Knien nach vorne auf die Händchen. Dies eignet
sich gut ab dem sechsten Monat.

• Alter Koffer: mit Schnallen und einem großen Henkel laden zum Entdecken ein. Später dann
auch zum Hochstützen in den Kniestand.

• Stehender Luftballon: ein Luftballon wird aufgeblasen, in einen Karton wird ein Loch
hineingeschnitten, so dass der Knoten des Luftballons darin Halt findet. Der Luftballon wird
mit Abstand vor das Kind gestellt. Der kleinste Lufthauch bewegt den Ball.


Ab dem 8. Monat „Schräger Sitz“:

• Wasserball: Auf dem Wasserball ist die Übung gleich ein wenig schwerer für Dein Kind als mit
dem großen Gymnastikball. Auf dem kleineren Ball muss sich Dein Kind mehr halten, um sein
Gleichgewicht zu halten.

Ab dem 10. Monat „Halbkniestand“:

• Kugelbahn: Eine Kugelbahn auf eine kleine Erhöhung stellen. Gut geeignet ist dabei die
Gymnastikmatte von Ikea. Nun kann der kleine Entdecker die Kugel beobachten, wie sie
langsam ihre Bahn kullert, um dann sich an der Gymnastikmatte hoch zu stützen und selbst
versucht die Kugel zum Rollen zu bringen.

In diesem Beitrag findest du noch mehr Informationen zu dem Thema Bauchlage und richtige Lagerung.


LG

BIRGIT

Mit 12 Entwicklungsschritten durch das erste Lebensjahr


Hoppla, ich mache einen Sprung

In diesem Post möchte ich euch kurz die Meilensteine im ersten Lebensjahr aufzeigen. Viele Eltern machen sich ganz verrückt, wenn ihr kleiner Schatz noch nicht alle Fähigkeiten erlernt hat, die sämtliche Apps und Bücher für den jeweiligen Entwicklungszustand beschreiben.
Bitte entspannt euch und genießt das erste Jahr. 
Warum Wachsen kein „Oje“, sondern ein „Schau, was Dein Kind schon kann“ verdient.

Mit 12 Entwicklungsschritten durch das erste Lebensjahr

Entwicklungsschritte gehen nicht immer mit Unruhe oder Schreien daher. Sie können auch unbemerkt plötzlich da sein und dann wieder für 14 Tage nicht mehr sichtbar sein. Genauso bedeutet Unwohlsein und Gereiztheit nicht, dass das Kind einen Entwicklungssprung macht. Manchmal sind es Anzeichen auf ernst zu nehmende Erkrankungen oder Auffälligkeiten. 

Neugeborenenphase - Blickkontakt
Ein interessierter Blickkontakt ist der Beginn in die gemeinsame Kommunikation. Ein guter Saug- und Schluckreflex der Start in eine gute Entwicklung.

1. Erstes Lächeln – ab der 6. Woche
Das erste Lächeln ist ein wichtiges Zeichen für die geistige und soziale Entwicklung.

2. Beginnende Kopfkontrolle – ab der 8. Woche
Neugierde entsteht durch das Sehen und ist der erste Initiator zur Aufrichtung in der Bauchlage.

3. Der Symmetrischer Ellenbogenstütz – Ende 3. Monats
Am korrekt ausgeführten Symmetrischen Ellenbogenstütz kann man erkennen, ob die motorische
Entwicklung gut gestartet ist.

4. Der Einzel-Ellenbogenstütz – Ende 4. Monat
Der Einzel-Ellenbogenstütz in Bauchlage macht es möglich, dass das Kind nach einem vor ihm
liegenden Gegenstand greifen kann. Das erste Greifen in Rückenlage zu einem Spielzeug, von außen
gereicht, kommt zum gleichen Zeitpunkt.

5. Das Greifen aus und über die Mitte – Ende 5. Monat
Ein Gegenstand kann aus der Mitte gegriffen werden und wechselt die Hand, dies ist die Voraussetzung für das spätere Drehen.

6. Der symmetrische Handstütz – Ende 6. Monat
Dem Handstütz auf die vollständig geöffneten Hände in Bauchlage kommt eine große Bedeutung zu, mit ihr beginnt die Aufrichtung und Fortbewegung, das Drehen vom Rücken auf den Bauch.




7. Das Robben – Ende 7. Monat
Mit der Fortbewegung des Robbens entdeckt das Kind seinen Bewegungsraum.

8. Der schräge Sitzen – Ende 8. Monat
Der Schräge Sitz ist die Grundposition für alle weiteren Bewegungsschritte in die Aufrichtung und in die
Fortbewegung. Er macht die Hände frei zum Entdecken und dem Betrachten eines Spielzeugs.

9. Das Krabbeln – Ende 9. Monat
Eine weitere Fortbewegung ist geschafft, das Krabbeln. Diese Fortbewegung darf in der gesunden
Entwicklung nicht fehlen.

10. Der Halbkniestand – Ende 10. Monat
Die Füße übernehmen beim Halbkniestand zum ersten Mal das Gewicht des Körpers.

11. Der freie Stand – Ende 11. Monat
Der freie Stand ist der letzte Schritt zur Aufrichtung. Die ersten Schritte sind seitliche Schritte entlang der
Wand, die Küstenschifffahrt.

12. Der erste Schritt – Ende 12. Monat
Mit den ersten Schritten wird das Krabbeln abgelöst. Es ist die höchste Aufrichtung der menschlichen
Entwicklung.

Jedes Kind ist individuell und die Entwicklung ist genetisch vorprogrammiert

Unsere Kinder sind Meister im Erkennen der Körpersprache. Hast Du eine dementsprechende App und diese zeigt Dir an, dass Dein Kind demnächst einen „Sprung“ macht, wirst Du nervös, da Du auf unruhige Tage und Nächte direkt wartest. Prompt wird Dein Kind Deine Gedanken erkennen und unruhig werden. Deine Unsicherheit bedeutet für Dein Kind eine direkte Bedrohung. Es wird auf Deine Körpersprache reagieren und die App behält Recht.

Lass Dich nicht von außen lenken, sondern vertraue auf Dich und auf Dein Kind.
Wachsen verdient kein „Oje“, sondern „Schau, was Dein Kind schon kann“.


Wie war das bei dir und deinen Kindern? Welche Erfahrungen hast du gesammelt?
Hast du dich auch manchmal verrückt machen lassen durch Apps und Bücher, oder warst du ganz entspannt? Her mit euren Erfahrungen.


LG

BIRGIT



Die richtige Lagerung in Rückenlage, Bauchlage und Seitenlage


Über den Tag verteilt ist es wichtig, dass der noch junge Säugling in vielen verschiedenen Positionen liegt und sich dabei frei bewegen kann. So wird das motorische Lernen von Anfang an gefördert. Gleichgewicht, Koordination, Kraft, Ausdauer, beginnende Aufrichtung und die motorische Entwicklung werden aktiviert. 

Wie du einen platten Hinterkopf verhindern und dein Baby richtig lagerst zeigen wir dir.
Los gehts.


Auf dem Rücken Ruhe finden

Wenn das Baby schläft, ist die Rückenlage am sichersten. Weil die ganz Kleinen aber noch nicht die Beine ablegen können, wie wir Erwachsenen, müssen sie sich in dieser Lage ständig ausbalancieren. Die Bauchdecke kommt unter Zug durch die herabhängenden Beinchen und dies kann unter Umständen Bauchschmerzen auslösen. Tagsüber bei einem kurzen Schläfchen hat es sich bewährt, ein größeres Handtuch lose zusammengeknüllt unter die Beine des Babys  zu legen. Die beiden Enden des Handtuchs ziehst du seitlich am Körper etwas hoch. 

TIPP: Die Beine schweben dann nicht mehr in der Luft und auch seitlich ist Dein Baby gestützt. Diese Lagerung eignet sich bis zu dem Zeitpunkt, indem sich das Kleine selbst aus der Rückenlage in die Seitenlage drehen kann. Dies geschieht meist ab dem dritten Monat.


Auf der Seite Chillen

Für die seitliche Lagerung gibt es gute Gründe: Die ruckartigen Reflexbewegungen (Massenbewegungen: Moro-Reflex, dystonische Beweglichkeit in der 8. Lebenswoche) werden unterdrückt und das Kind kommt dadurch eher zur Ruhe und auch zum Einschlafen.  Gleichzeigt hilft die Seitenlage gegen einen platten Hinterkopf, der durch die eintönige Rückenlage entstehen kann und Bauchschmerzen werden gelindert.

TIPP: Knülle ein Handtuch längs zusammen und modelliere es am Rücken deines Kindes. Das Kind liegt nicht vollständig auf der Seite. Der untere Arm liegt nach vorne frei, das Ende des Tuchs kommt zwischen die Beine und unterstütz das obere Bein. Das ist wichtig, sonst wird die obere Hüfte durch das Herabhängen gereizt und in ihrer Ausreifung gestört. Durch die nicht vollständige Seitenlage rollt das Kind nicht unkontrolliert auf den Bauch und kann optimal "chillen".

Die Welt Entdecken in Bauchlage

Ist dein Kind wach, lege es auf den Bauch. Die Neugierde und der Motor der Entwicklung, wird gerade durch die Bauchlage geweckt. In der Bauchlage werden die Rumpfmuskeln, wie Schulterblattmuskulatur zum Aufstützen, sowie die Bauchmuskeln zur Aufrichtung gestärkt. Die Bauchlage ist zu Beginn nicht einfach für dein Kind. Es gehört schon eine gehörige Portion Anstrengung für dein Kleines dazu, sich in der Bauchlage auszubalancieren. 

TIPP: Ein zusammengeknülltes Handtuch unter den Schultern kann ihm hier ein große Hilfe sein.




Video: spielerisch die Bauchlage fördern

Hier findest du unser Video mit vielen Anreizen um die Bauchlage der Kleinen spielerisch zu fördern. 




Grundsätzlich gilt: Die Lagerung mit einem Hilfsmittel, wie einem Handtuch oder einem Kissen sollten Eltern nie in der Nacht anwenden, sondern immer nur am Tag, wenn sie bei ihrem Kind sind. Und: Wird das Kind mobil, stört die Hilfestellung nur den Bewegungsdrang, also dann besser darauf verzichten. Meist lagert man das Kind bis zum 3. Monat, dem Meilenstein „Symmetrischer Unterarmstütz“.

Wie lagerst du momentan dein Kind und welche Fragen bewegen dich zu dem Thema? Stell uns gerne deine Fragen und lass uns durch die Kommentare wissen, wie unsere Tipps dir Helfen.

LG

BIRGIT